Demobericht: Gemeinsam kämpfen für ein gutes Leben für Alle

Am Wochenende haben 50 Menschen in Aachen für ein gutes Leben für alle Menschen demonstriert: Für gleiche Rechte, Wohnraum, Bildung und Jobs, gegen Fluchtursachen. Eingeladen hatte das Bündnis Antirassistische Offensive Aachen, die Initiative Recht auf Stadt Aachen, die Gruppe Diskursiv Aachen und die Initiative Aachen containert. In Redebeiträgen ging es neben den oben genannten Forderungen auch um Beteiligung abseits von Wahlen, Feminismus, die sogenannte „Alternative für Deutschland“ und um die Kriminalisierung von Containernden.

Die Demo startete im Ostviertel und ging durch das Frankenberger Viertel zum Elisenbrunnen. Dort gab es beim Abschluss auch einen gut genutzten Umsonstmarkt und gerettete Lebensmittel. Hier gab es nochmal mehr Beteiligung.

Das Wetter war entgegen der Vorhersage super. Die Beteiligung an der Demo hätte grösser sein können, aber auch so konnten wir unsere Inhalte auf die Strassen tragen und bekamen von Passant*innen vor allem positives Feedback und teilweise Applaus. Danke an alle, die mitgemacht haben!

Demo: Gemeinsam kämpfen für ein gutes Leben für Alle!

FÜR GUTEN UND BEZAHLBAREN WOHNRAUM • FÜR SOZIALE UND KULTURELLE FREIRÄUME • FÜR MEHR GRÜN IN UNSERER STADT • FÜR TEILHABE • GEGEN RASSISMUS UND ANDERE DISKRIMINIERUNGEN • FÜR EINE LEBENSWERTE STADT:
FÜR DAS RECHT AUF STADT!
Aufruf zur Demonstration am 16. September 2017 • 15 Uhr • Elsassplatz Aachen (am Kennedypark)
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Demonstration Recht auf Stadt im Ostviertel – Eine kleine Auswertung

Am 15.07. sind über 30 Menschen unserem Aufruf gefolgt und für das Recht auf Stadt auf die Straße gegangen. Für uns heißt das unter anderem: Guter und bezahlbarer Wohnraum für Alle, soziale und kulturelle Freiräume, mehr Grünflächen, Teilhabe und der Kampf gegen Rassismus und andere Diskriminierungen. Das haben wir in Redebeiträgen auch deutlich gemacht. Zwar haben sich nur wenige Menschen spontan angeschlossen, der Zuspruch war aber groß.

Im Anschluss haben wir im Kennedypark ein kleines Grillfest und einen Umsonstmarkt organisiert. Hier sind nochmal mehr Menschen gekommen, sodass sich insgesamt gut 50 Menschen beteiligt haben.

Nächste Aktionen sind bereits in Planung. Wer sich einbringen will, ist herzlich zu unserem Initiativentreffen eingeladen. Wir treffen uns am 07. August um 18:00 Uhr im Welthaus.

Redebeitrag der Initiative „Recht auf Stadt“ vom 15.07.2017

 Die Mieten steigen. Nicht hier und da mal ein bisschen, sondern dramatisch. In keiner nordrhein-westfälischen Stadt steigen die Mietpreise so schnell wie in Aachen. Davon ist längst auch das Ostviertel betroffen. Traditionell war das hier dasinnenstadtnahe Viertel, wo man noch halbwegs günstig wohnen konnte. Das ist Vergangenheit. Hier, in der direkten Umgebung des Rehmplatzes, werden ganze Häuser schicksaniert, die Mieter*innen könnne sich die drastisch teureren Mieten oft nicht leisten und müssen raus. Weiterlesen

Pressemitteilung: Mieterhöhungen müssen gestoppt werden

In keiner nordrhein-westfälischen Stadt steigen die Mieten so rasant wie in Aachen (LEG-Wohnungsmarktreport 2016, Seite 40). Dazu beigetragen hat die weitgehende Untätigkeit der Stadt angesichts des massiven RWTH-Ausbaus, dem nicht vorhandenen Wohnheimsausbau des Studierendenwerks trotz doppeltem Abiturjahrgang 2013, dem Zuzug mehrerer tausend Geflüchteter und einem generellen Stadtwachstum. Je knapper die „Ware Wohnraum“ wird, desto mehr Miete kann verlangt werden. Dass das nicht nur für private Investor*innen gilt, zeigen die jüngsten Mieterhöhungspläne der Stadt. So sollen die Mieten der stadteigenen Wohnungen in der Körner- und Weberstraße steigen. Schon vor zwei Jahren hatten Mieter*innen versucht, eine damalige Mieterhöhung mit einer Unterschriftensammlung zu stoppen – erfolglos, allein die LINKE-Fraktion unterstützte die Bewohner*innen. Auch die GeWoGe erhöht ihre Mieten, aktuell in der Turpinstraße.
Die Mieter*innen der Körner- und Weberstraße sollen für 90m² künftig etwa 730 Euro zahlen, was über acht Euro Kaltmiete bedeutet. Die Aachener Nachrichten rechnen korrekt vor, dass das über 60 Euro mehr sind, als eine vierköpfige Familie, die Transferleistungen vom Jobcenter bezieht, für eine Wohnung bekommt. „Die Folgen für betroffene Mieter*innen sind dramatisch“, sagt Christian Walter vom Bündnis „Recht auf Stadt“. „Immer mehr finanziell benachteiligte Menschen werden so aus der Stadt verdrängt – mittlerweile auch aus den Randbezirken. Aachen wird umgestaltet zu einer Stadt der Reichen, in der Arme einfach keinen Platz mehr haben.“ Dass die Stadt die Mieterhöhungen mit dem steigenden Mietspiegel begründet, findet Walter absurd. „So ist garantiert, dass der Mietspiegel bei der nächsten Berechnung wieder höher sein wird, die nächste Mieterhöhung ist damit programmiert“.
Caro Rosenbaum vom Bündnis „Recht auf Stadt“ ruft Betroffene dazu auf, aktiv zu werden: „Unterschriften beeindrucken Stadt und GeWoGe, wie uns die Vergangenheit gezeigt hat, offenbar nicht. Mietsteigerungen können gestoppt und zurückgenommen werden. Dazu ist es nötig, sich zu vernetzen, kreativen und sichtbaren Protest zu organisieren und diesen auf die Straße zu tragen. Dadurch kann Druck auf die Stadt aufgebaut werden, der sie zum Handeln im Sinne der jetzigen Bewohner*innen der Stadt zwingt.“ Das Bündnis fordert Stadt und GeWoGe auf, die geplanten und laufenden Mieterhöhungen zu stoppen.
Das Bündnis „Recht auf Stadt“ kämpft für ein bedarfsdeckendes Angebot an günstigem Wohnraum. Dazu fordert es einen massiven Ausbau des öffentlichen Wohnungsbaus. Dieser darf aber nicht zu Mietsteigerungen führen – stattdessen soll das Konzept der Kostenmiete angewandt werden, wo die Miete dauerhaft auf Bau- und Instandhaltungskosten gedeckelt wird. Dazu sollen primär leerstehende Wohnhäuser geöffnet, Büro- und Gewerbeanlagen in Wohnraum umgewandelt werden. Der weitere Bedarf soll durch nachhaltige, möglichst ökologische Neubauprojekte realisiert werden. Außerdem kämpft das Bündnis für mehr soziale und kulturelle Freiräume, Grünflächen und mehr Möglichkeiten zur Beteiligung an Entscheidungsprozessen.
Für diese Forderungen findet am Samstag, 15.7., eine Demonstration in Aachen statt. Los geht es um 15 Uhr auf dem Rehmplatz (zwichen Otto- und Rudolfstraße), von dort geht es durch das Ost- und Frankenberger Viertel zum Kennedypark. Zum Abschluss findet ein Grillfest im Kennedypark statt.

Bei Fragen oder Interesse an der Mitarbeit im Bündnis Recht auf Stadt: Zögert nicht uns zu schreiben!

 

 

Demo, Umsonstmarkt und Grillen im Ostviertel

Für guten und bezahlbaren Wohnraum • Für soziale und kulturelle Freiräume • Für mehr Grün in unserer Stadt • Für Teilhabe • Gegen Rassismus und andere Diskriminierungen • Für eine lebenswerte Stadt: Für das Recht auf Stadt!

Dafür wollen wir erneut mit euch auf die Straße gehen. Dieses Mal am 15. Juli. Wir treffen uns um 15 Uhr am Rehmplatz im Aachener Ostviertel. Das Aachener Ostviertel ist nicht nur auf Grund seiner Nähe zum Frankenbergerviertel von unterschiedlichen Aufwertungsprozessen betroffen, auch finden hier immer wieder beispielsweise rassistische Polizeikontrollen statt. Weiterlesen

Aktionsbericht: Kundgebung, Demo, politisches Picknick im Frankenbergerviertel

Wir waren heute mit einer kleinen Aktion im Frankenberger Viertel:

Gesammelt haben wir uns am Neumarkt, dort gab es eine kurze Kundgebung. Von da aus ging es in einer Demonstration von ca. 30 Menschen zum Frankenberger Park. Hier gab es zwei Redebeiträge: Weiterlesen

AUFRUF zur Demonstration: Das Problem heißt Verdrängung!

Steigende Mieten vertreiben Tausende an die Ränder der Stadt. Unzählige Menschen werden für Luxussanierungen entmietet und zwangsgeräumt. Soziale, kulturelle, ökologische und antirassistische Projekte wie z.B. das Autonome Zentrum, die Wagenplätze und subversive Kunsträume sind existenziell bedroht. Nach den Plänen der Stadtverwaltung sowie privater Investor_innen haben sie keinen Platz mehr im Köln von morgen. Doch damit nicht genug: Kinder, für welche die Stadt versäumt hat, rechtzeitig Schulen zu bauen. Geflüchtete, die monatelang in Turnhallen leben. In die Wohnungslosigkeit getriebene Menschen, die in Parks und Straßen völlig schutzlos leben und zehntausende fehlende Sozialwohnungen. All das während alleine 430.000 m² Bürofläche leer stehen. Städtische Flächen, Gebäude und Infrastruktur werden privatisiert oder abgerissen und damit einer sozialen Verwendung entzogen. An diesen Entwicklungen zeigt sich wie Verdrängung gefördert wird, durch eine neoliberale und kapitalistische Stadtpolitik, die an den Bedürfnissen und Interessen der Menschen vorbei zielt. Weiterlesen

Kundgebung, Demo, Picknick

Für guten und bezahlbaren Wohnraum • Für soziale und kulturelle Freiräume • Für mehr Grün in unserer Stadt • Für Teilhabe • Gegen Rassismus und andere Diskriminierungen • Für eine lebenswerte Stadt: Für das Recht auf Stadt!

Dafür wollen wir am 10.6. auf die Straße gehen – mit Dir!

Wir treffen uns um 15:00 Uhr am Neumarkt im Frankenberger Viertel zur Kundgebung, gehen von dort als Demonstration zum Frankenberger Park und lassen den Tag mit einem Picknick und viel Spaß ausklingen lassen. Ihr dürft gerne Leckereien zum Picknick oder Spiele für den Park mitbringen 🙂

Offenes Bündnistreffen

Nach der Tanzdemo: Für das Recht auf Stadt! wollen wir Ideen für künftige Projekte sammeln und mit ersten Planungen beginnen. Dazu möchten wir uns am Montag, den 15.05.2017, im Welthaus treffen. Die Adresse ist An der Schanz 1. Alle, die sich mit uns für das Recht auf Stadt engagieren möchten, sind herzlich willkommen!